Wehrkirche Waldenhausen

Schon seit über 700 Jahren versammeln sich hier Menschen, um zu beten. Zwar wurde das Gotteshaus Waldenhausen erstmalig 1338 erwähnt, aber der älteste Teil, der Turm, geht schon bis in das 12. Jh. zurück.

 

Dieser klotzige, schwerfällige Turm und das damals noch kurze, aber schon steinerne Langhaus ist charakteristisch für den Kirchenbau hier im badischen Frankenland. Sie war, wie die in der Nachbarschaft liegenden Kirchen Urphar und Eichel, eine Wehrkirche. Und so diente die Kirche zur Abwehr und als Schutzraum vor dem herannahenden Feind, aber zugleich als Gotteshaus. Weil diese Kirche der einzige feste Bau im Ort war, fanden die Menschen, auch oben in der Glockenstube über dem Altarraum, in ihr Schutz. Und zugleich fanden sie mit ihrer Flucht hierher Zuflucht bei Gott.

 

Die Kirche war Ortsburg und Gottesburg zugleich. Sie diente von Anfang an als Zufluchtsstätte – und das nicht nur wie heute für die Seele, sondern auch für den Leib.  Das ursprünglich Kirchenschiff wurde 1968 abgebrochen und durch ein erweitertes und höheres ersetzt.

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