Wehrkirche Eichel

Nach alter Überlieferung handelt es sich bei unserer Kirche um die Wallfahrtskirche "Maria zur Eiche". Für ein halbes Dutzend Ortschaften links und rechts des Mains war sie für lange Zeit das einzige Gotteshaus. Noch heute führt von der Anlegestelle am Main das so genannte "Heiligengässchen" zur Kirchgasse. Pfarrkinder und Pilger zogen einst auf diesem Weg zur Kirche.

 

Heute trägt unsere Kirche den Namen „Veitskirche" nach ihrem Schutzpatron, dem heiligen Veit (Vitus). Er war ein Märtyrer zur Zeit des Kaisers Diokletian (3.Jhdt. n.Chr.). Der Legende nach wurde er in einem Kessel mit siedendem Pech gefoltert. Wie durch ein Wunder überlebte er diese Tortur. Er gilt als Schutzheiliger gegen Veitstanz, Tollwut, Feuer- und Blitzgefahr und ist der Patron der Kupferschmiede (wegen des Kessels).

 

Das ehemals selbständige, nun nach Wertheim eingemeindete Dorf Eichel besitzt wohl das älteste Gotteshaus im badischen Mainfranken. Sein romanischer Turm ist zwischen dem 9. und 10. Jahrhundert entstanden. Auch sein Schiff war ursprünglich romanisch.

Heute geht man vom Hauptportal an der Querseite der Kirche ins Innere. Wenn Sie noch vor der Kirche stehen, sehen Sie mit etwas Abstand links an der Längsseite der Kirche die ursprüngliche Eingangstür. Über dieser Nordtür finden Sie einen Rundbogen mit symbolischer Darstellung des Sieges Christi über den Teufel: Widder und Wolf.

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